Jutta Riedel-Henck ♦ Schulstr. 10 ♦ D–27446 Deinstedt
An den
Bundesgesundheitsminister
Karl Lauterbach
Bundesgesundheitsministerium
Friedrichstr. 108
10117 Berlin

 


Deinstedt, 10.12.2021


Sehr geehrter Herr Lauterbach,

unter der Überschrift »Lauterbach zur Impfpflicht: „Ins Gefängnis muss niemand“« berichtet die „ZEIT-ONLINE“ am 10.12.2021, ich zitiere:


„Berlin (dpa) - Zur Durchsetzung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht setzt der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf Bußgelder. «Ins Gefängnis muss niemand», sagte der SPD-Politiker dem «Spiegel».
«Aber die Verhängung von Bußgeldern ist unvermeidbar.» Zur Höhe sagte er, man müsse mit Psychologen und Ökonomen reden, «ab wann Strafen eine Wirkung erzielen». Wenn jemand nicht zahle, müssten die Bußgelder «empfindlich erhöht werden». «Aber ich bin mir sicher, dass wir allein mit der Ankündigung der allgemeinen Impfpflicht schon sehr viele Menschen erreichen werden.»“
https://www.zeit.de/news/2021-12/10/lauterbach-zur-impfpflicht-ins-gefaengnis-muss-niemand

 

Gibt man das Wort Buße bei Google ein, erscheint an oberster Stelle folgender Text:


„Im Christentum stellt Buße das Bemühen um die Wiederherstellung eines durch menschliches Vergehen gestörten Verhältnisses zwischen Gott und dem Menschen dar. ... Jesus Christus gilt hier als Sühneopfer für die Erbsünde und die Sünden aller Menschen.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Bu%C3%9Fe_(Religion)

 

Sie fordern also von all den Menschen, die ihrem gesunden, gottgegebenen Menschenverstand folgen, dass sie ein Bußgeld bezahlen, d. h. büßen sollen, weil sie sich nicht impfen lassen wollen (und werden)? Diese Menschen, zu denen auch ich gehöre, müssen sich nicht um die „Wiederherstellung eines durch menschliches Vergehen gestörten Verhältnisses zwischen Gott und dem Menschen“ bemühen. Sie sind nicht schuldig und haben nichts zu büßen.
Wie sieht es mit Ihnen aus? Ihrem Gewissen vor Gott? Glauben Sie, Gott ließe sich mit der Zahlung eines Geldbetrages bestechen?


Ich wünschen Ihnen alles Gute!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Jutta Riedel-Henck



Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, pdf-Datei