Annalena Baerbock demonstriert zu Beginn dieses Videos den Unterschied zwischen Schauspiel und Wahrhaftigkeit:

Ganz offensichtlich sind (viele, die meisten ...) Politiker nicht in der Lage, grundsätzlich wahrhaftig aufzutreten, d. h. zu sein, sich aus dem Jetzt heraus authentisch zu artikulieren im Einklang mit ihrer Seele.

Ihre Reden wirken stets vorbereitet, vorformuliert, ob schriftlich oder im Kopf. Sobald sie etwas unvorbereitet trifft, geraten sie ins Taumeln bzw. Versprechen (bei Annalena Baerbock besonders häufig zu beobachten), oder sie verschanzen sich hinter einer Fassade einstudierter, einprogrammierter, automatisierter, roboterhafter Floskeln, worin Olaf Scholz besonders geübt scheint.

Was hält einen Politiker davon ab, wirklich ehrlich und authentisch aufzutreten? Mangelndes Selbstvertrauen? Mangelnde Selbstsicherheit? Die Angst, sich zu blamieren? Ausgestoßen zu werden?

So ein "Scheiße" aus dem Moment heraus versteht (und kennt) jeder Mensch ohne Umwege! Kein Kind und kein Hund würde einem authentischen Politiker ein echtes "Scheiße" krumm nehmen, ganz im Gegenteil! Dagegen wirken all die dahingeschwafelten "Reden" wie bodenloses austauschbares Geschwätz, sinn- und gehaltlos, gestern so, heute so. Vorgestern gegen die Impfpflicht, heute für die Impfpflicht. Und alles im gleichen Tonfall.

Bei Annalena Baerbock verrät ihre Stimme, dass Sie nicht ganz bei der Sache ist, wenn sie öffentlich spricht. Dann verliert sie die bewusste Führung über ihre Register, als befände sie sich im Stimmbruch. Und sie weiß um ihre Unsicherheiten, beobachtet sich selbst beim Versprechen, gerät zunehmend aus dem Konzept und vertauscht Silben innerhalb eines Wortes (z. B. Ullision statt Illusion), missachtet grammatische Regeln, die wir im Schlaf beherrschen.

Sie ist nicht sie selbst.

Politiker, die nicht als sie selbst auftreten, womöglich noch nicht einmal wissen, wer sie sind, wollen unser Land regieren? Mich? Ich fühle mich zurückversetzt in meine Kindheit. Schon früh artikulierte ich für mich alleine: Ich kann mir nicht leisten, meinen Eltern Probleme zu bereiten, damit können sie nicht umgehen.

Meine Eltern machten mich zu ihrer Erzieherin.

Jetzt ist das Volk genötigt, die Regierung zu erziehen, zu verantworten, zu therapieren! Unbezahlt. Um dafür noch beschimpft zu werden, ausgegrenzt, entwertet! Was für eine Zumutung und Ungerechtigkeit! Es ist längst an der Zeit, Herr "Bundeskanzler" und Co. KG, sich bei uns zu bedanken für diese harte Arbeit! Denn WIR tragen SIE und nicht umgekehrt! Ewig wird das nicht so weitergehen, da seien Sie sich gewiss. Die Wahrhaftigen sind unkäuflich.

Jutta Riedel-Henck, 12.1.2022