Die Hoffnung stirbt zuletzt, lautet ein bekanntes Sprichwort. Doch ihr Tod ist Voraussetzung für die Ankunft im eigenen Sein. Der Hoffende sucht in dem Glauben, noch nicht am richtigen Ort zu sein. Er hofft auf bessere Zeiten, schaut in die Zukunft und läuft vor dem Jetzt davon. Wer (er)wartet, der rastet – und rostet.

Worauf wartest du? Auf ein besseres Gefühl? Wer oder was soll es dir bescheren? Wenn nicht du selbst? Es sind deine Gefühle! Du bist für deine Emotionen verantwortlich! Für die schlechten, die mittelmäßig langweiligen wie die guten. Deine Launen scheinen dir nur deshalb unbeherrschbar, weil du sie nicht beherrschst.

Wer sich aufmerksam der breiten Palette seiner Gefühle widmet, mit ihnen assoziierte Gedanken beobachtet, kann sie bewusst beeinflussen und in die von ihm gewünschte Bahn leiten.

Jutta Riedel-Henck, 14. September 2022

 

aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...