Die eigene Gedankenwelt zu ergründen, ist ein leichtes Spiel. Vorausgesetzt, Sie wissen um Ihre gedankenlose, unbefleckte freie Seele. Gedanken kleben wie Partikel auf der Seelenhaut, haben sich in ihre Poren gegraben, gebrannt, geprägt wie Tätowierungen.

Die Seelenhaut erschaffen wir in jedem Moment neu. Glauben Sie, fortwährend auf ein und dasselbe Bild zu schauen, betrachten Sie nur eine Kopie gemäß dem Muster Ihres aktivierten Gedankens. Es ist allein an Ihnen, ob Sie diesem "inneren" Bildabdruck Energie zuführen, um ihn in der scheinbaren Zeit Moment für Moment zu stabilisieren. Sie können sofort eine Änderung vornehmen, wenn Ihnen dieser Augenwurm lästig wird. Das Loslassen geschieht automatisch, dafür müssen Sie keine Entscheidung treffen. Die Frage ist, ob Sie nach dem Loslassen das gleiche Muster wählen oder eine Veränderung vornehmen (wollen).

Ihnen gefällt nicht, was Sie sehen? Arbeiten Sie an einer Veränderung! Eine minimale Nuance genügt für den ersten Schritt. Denken Sie sich eine Fliege, die auf Ihr Bild scheißt. Einen weißen Fussel auf schwarzem Hintergrund.

Haben Sie das Muster einer Person in Ihrer Gedankenvervielfältigungsmaschine in Arbeit, mit der Sie wütende Gefühle assoziieren, setzen Sie ihr eine Mücke auf die Nase oder einen Floh ins Ohr. Betätigen Sie sich als Comic-Zeichner, malen Sie eine Geschichte, deren Bilder mit freudvollen Gefühlen verbunden sind. Am Ende lachen Sie alle beide! Wenn Sie wollen!

Jutta Riedel-Henck, 15. September 2022

 

aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...