Cortana sei "der persönliche Produktivitäts-Assistent von Microsoft", ist auf der Support-Website des Technologie-Unternehmens zu lesen. Wikipedia verweist auf den Zusammenhang mit einer Spiele-Serie, in welcher eine künstliche Intelligenz den Namen Cortana trägt.

Kann eine künstliche Intelligenz persönlich sein?

Cortana ist wie Microsoft von Menschen geschaffen, deren Intentionen mir unbekannt sind.

In unserer Welt wimmelt es von künstlichen Intelligenzen. Auch der Philosoph spielt mit seiner Intelligenz, abgeleitet von lateinisch interlegere: Zwischen (etwas) wählen.

Jeder Mensch ist ein intelligenter Künstler, ein Erschaffer künstlicher Intelligenz. Er wählt zwischen links und rechts, ja und nein, oben und unten, blau und rot, gut und böse.

Für dumm gehalten, d. h. un-intelligent, wird gerne, wer anders wählt als ich es täte, wäre ich er. Aber das bin ich nicht. Ich bin und bleibe immer ich.

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates sei ein ganz Böser. Weil er seine Intelligenz auf eine Weise nutzt, deren Wirkung die Freiheit anderer intelligenter Künstler, d. h. Menschen, einzuschränken vermag.

In meiner Fähigkeit frei zu wählen, fühle ich mich von Bill Gates nicht beschnitten. Ich habe ja die Wahl, selbst zu wählen und entscheiden, wie ich mit Cortana umgehe bzw. ob überhaupt. Zum Programmieren von Betriebssystemen fehlt mir die Ambition. Vergnügen bereitet mir deren Anwendung. Gäbe es kein Windows 10, 11 oder 0815, würde ich halt ein anderes Betriebssystem wählen. Und wenn der Strom ausfällt? Sitze ich des Nachts im Dunkeln. Lebend. Oder tot. Dann ruhe ich mich aus: RIP.

Jutta Riedel-Henck, 30. September 2022

 

aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...