Was ist dran, an dieser Story mit Jesus und Judas? Der Kreuzigung? Dem Verrat?

Ich weiß es nicht. Und wenn ich es wüsste, würde mir niemand glauben, denn: Wer bin ich schon? Mehr noch: Ich will nicht, dass mir jemand glaubt, was er nicht selbst aus der Quelle geschöpft und empfangen hat.

Ich will kein Oberhaupt sein, kein Prophet mit Fanclub und Aposteln, kein Vorsteher einer Glaubensgemeinschaft, einer Sekte, einer religiösen Bewegung. Kein Esel, der sich vor den Wagen jener spannen lässt, die es sich lieber bequem machen im Glauben an jene, die ihr Leben voll und ganz hingeben und aus dem Jetzt schöpfen, schutzlos ausgeliefert den Projektionen gespaltener Psychopathen.

Selbst zu denken, glauben (!) viele, bedeute, Gedanken im Hirn herumzuschieben, so und anders zu kombinieren, zu zerschneiden und zusammenzuflicken. Was aber, wenn es gar kein Selbst gibt? Das (selbst) denkt? Wenn dieses Selbst sich nicht selbst aus der Quelle ernährt, gegenwärtig in jedem Moment des Seins zuhause ruht, eins mit der Schöpfung, dem Schöpfer, in Harmonie mit der Liebe des Alles?

Gedanken verselbständigen sich wie Programme, Viren, auf der Suche nach einem neuen Wirt, der sie nährt mit ihrer Seelenenergie.

Corona offenbart uns die Kunst der künstlichen Künstler, deren (W)Irrsinn die Welt beherrscht, getragen, verteidigt und gepflegt von Marionetten auf der Suche nach ihrem Propheten. Jesus? Warum? Jesus wurde, wenn dies denn der Wahrheit entspricht, gekreuzigt, er wurde ermordet.

Jesus ließ sich verraten. Wer tut das? Sich verraten lassen? Jene, die sich selbst untreu werden, die ihr Selbstvertrauen verloren haben, die glauben, statt zu empfinden und empfangen, die tun, statt zu horchen und dienen, die reden, ohne zu hören.

Was haben die Menschen bis heute daraus gelernt?

Jutta Riedel-Henck, 2. April 2021