Von einer neuen Weltordnung ist die Rede. Die Welt ist in Ordnung. Die wahre. Immer. Die Gesetze der Schöpfung bedürfen keiner Neuordnung. Vielmehr muss die künstliche Welt in der Welt in der Welt der miteinander verstrickten Ego-Blasen in Unordnung geraten. Und das tut sie. Folgerichtig. Da sie noch nie in Ordnung war. Ihre Instabilität offenbart sich zunehmend.

Die künstlichen Egos schreien laut. Jene, die nicht in harmonischem Einklang mit ihrem wahren Selbst schwingen. Würden sie endlich schweigen, aufhorchen, nach innen schauen, spüren … hören, sich selbst zuhören, um sich selbst zu gehören, statt in der Fremdbestimmung ihre innere Stimme zu ignorieren.

Depressionen seien eine Folge der Lockdowns, heißt es in der Presse. Sind sie das? Weil es zu wenig Kontakte gab? Leiden die Menschen am Alleinsein, weil sie mit sich alleine sind? Oder weil sie sich selbst nicht ertragen … dass all die vermeintlichen Gemeinsamkeiten der Ablenkung dienten – von der inneren Verwahrlosung … mangelnden Selbstliebe.

Das schwarze Loch aller Narzissten nach dem großen Auftritt … alle Scheinwerfer auf sie gerichtet, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit … himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Zurück geworfen auf sich selbst, das einem fremd ist. Der beste Freund ist dem irrenden falschen Ich abhanden gekommen. Abgeschoben ins Exil. Verschollen. Irgendwo im Jenseits auf einer Insel, die niemand kennt. Isolation und Quarantäne.

Lockdown … die große Chance … eine Reise ins Innere zu wagen … den wahren Reichtum zu entdecken … einen Schatz zu heben … und lieben.

 

aus: "Corona – Spielball der Schöpfung" von Jutta Riedel-Henck (Werk im Entstehen, 20. April 2021 – ...)