Wer den Pfennig nicht ehrt wie den Kern eines Apfels, aus dem nach liebevoller Saat und Pflege am rechten Ort zur rechten Zeit ein Baum zu wachsen vermag, wird im Reichtum keine Freude finden. Er sucht im Geld den Wert, welchen er seinem Herzen missgönnt.

Im Herzen wurzelt alles Leben. Aus dem Herzen schöpft der Baum im Keim des Werdens die Gewissheit, Früchte zu tragen.

Das Herz ist über alle Zweifel erhaben.

Gelehrt wird uns das Gegenteil. Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Arbeit tut weh. Arbeit ist mühsam, ermüdend, anstrengend. Stundenlang hat sich der Mensch abzumühen, bevor es in die Kaffeepause geht. Danach geht es weiter. Bis zum Feierabendbier vor dem TV-Gerät. Und ab ins Bett. Wecker stellen nicht vergessen.

Das Geld verdient, wer sich abgerackert hat. Volle Pulle. Der Faulenzer ist wertlos. Der Genießer taugt nichts.

Arbeit ohne Sinnlichkeit und Herz? Ohne Freude und tiefe Hingabe an das Projekt? Den Weg zum Ziel? Wer hat sich das ausgedacht? Der König aller Roboter?

Wie dumm die Menschen sind.

Und die Pflegekräfte sollen alles ausbaden? Die zu Roboter versklavten kaputten Menschenkörper waschen und füttern? Während die Seelen im Zwischenreich auf ihren Eintritt in den Himmel warten? Demenz, das Schlagwort einer total verblödeten, tauben, blinden, stummen, kranken (dementen) Gesellschaft.

Unsere Seelen sind weise! Unsere Seelen sind reich. Unendlich reich an Wissen und Erfahrung! Sie haben Antworten auf all die Fragen, die uns sinnlos scheinen, sie zu stellen. So empfindungslos ist der moderne Mensch und nimmt es hin als unveränderliches Gesetz eines mühevollen Daseins. Das war schon immer so. Wer schön sein will, muss leiden.

Nein! Das war nicht immer so! Und es muss auch nicht so bleiben!

Basta ya! Es reicht!

Für alle!

Die Fülle liegt in uns verborgen.

Dort wartet kein Konzept, kein Thesenpapier, keine Satzung für ein neues Geldsystem, das dem Menschen übergestülpt wird, ihn auf anderen Wegen zu versklaven, Sicherheiten vorzugaukeln, von sich selbst abzuhalten, seinem unendlichen Reichtum innerer Werte.

Jetzt, hier und so-fort. Du bist reich. Du warst immer reich. Du wirst immer reich sein. Bring den Stein, der den Deckel auf deinem Herzen beschwert, ins Rollen. Ein Stups nur …

Jutta Riedel-Henck, 1./2. November 2021

(aus: "Geldwertgefühl". Werk in der Entstehung: 3. Oktober 2021 – ...)