Der Mensch sieht das Unsichtbare. In jedem Moment. Ohne sich dessen bewusst zu sein. Bewusstsein verwechselt er mit dem Vorstell-, Berechen-, Denkbaren.

Sein Oberstübchen ist vollgestellt mit Formen. Ihnen widmet er seine Aufmerksamkeit, um sie in ihrer Form zu bestätigen, festigen, in jedem Moment zu reproduzieren, kopieren und "neu" zu erschaffen, d. h. wiederholt. Das Neue bleibt ihm verborgen.

Unter all den festgehaltenen und gepflegten Förmlichkeiten, welche die Re- und Transformationen beinhalten, wirkt die Lebendigkeit des in jedem Moment wahrhaft Neuen unbeirrt weiter.

Jeder Moment ist heil(ig). Jedes Wesen ist heil(ig). Alles ist heil(ig).

Sich dessen gewahr zu sein, ist jedem gegeben.

Jutta Riedel-Henck, 28. Dezember 2023

 

aus: Die Liebe ist bedingungslos ... alles andere ist Täuschung. 6. August 2023 - ...